Zur Startseite

Eine Frage der Haltung? – Diversitätssensibles Handeln im JeKits-Unterricht

Sa, 11.2.2023, 09:30 Uhr bis 17:00 Uhr

In dieser Tagesfortbildung geht es darum, einen Zugang zum reflektierten Umgang mit Diversität zu erhalten und diesen für kreative und künstlerische Arbeit zu nutzen.

Gemeinsam werden Ideen und Gestaltungsmöglichkeiten für die Arbeit mit Gruppen entwickelt und diese dann auf den eigenen JeKits-Unterricht übertragen. Die Dozent*innen zeigen verschiedene Wege aus der Praxis auf, wie Lehrkräfte die Diversität und Heterogenität der Kinder im JeKits-Unterricht der verschiedenen Schwerpunkte einsetzen können. Der Fokus liegt auf Sensibilisierung der eigenen Wahrnehmung und (Macht-) Position in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, im Arbeitsteam und darüber hinaus im privaten Alltag.

Nach einer „machtkritischen Vorstellung“ der Teilnehmer*innen leiten die Dozentinnen mithilfe einer gezielten selbstreflektierenden Frage (Anti Bias Ansatz) in das Thema „Haltung zeigen“ ein - eine informative, theoretische und grundlagenbasierte Einführung in die Themen Diskriminierungsformen, Rassismus, koloniale Kontinuitäten und Intersektionalität. Der größte Teil des Workshops besteht aus praktischen Übungen, in denen der Körper und das eigene Erleben eingesetzt werden. Der Anti Bias Ansatz und dessen selbstreflektierende Methoden schaffen eine Auseinandersetzung erlebter Erfahrungen und/oder Erfahrungen anderer und hinterfragen die eigene Position und Haltung.

Die Tagesfortbildung Eine Frage der Haltung? – Diversitätssensibles Handeln im JeKits-Unterricht ist eine Fortbildung im Rahmen des JeKits-Programms im Auftrag des Landesverbands der Musikschulen in Nordrhein-Westfalen e. V., gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

LVdM 1695x882 RGB       ministerium fuer kultur und wissenschaft

Hiweise zur Anmeldung

Wir möchten Sie bitten, in der Online-Anmeldung im Feld "Nachricht" anzugeben, für welchen JeKits-Bildungspartner oder für welche JeKits-Schule Sie tätig sind. Die Teilnahme ist für JeKits-Lehrkräfte kostenlos, darum müssen bei der Anmeldung keine Bankdaten angegeben werden. Als JeKits-Lehrkräfte gelten Dozierende und Lehrkräfte, die bei einem am JeKits-Programm beteiligten Bildungspartner oder einer beteiligten Grund- oder Förderschule beschäftigt sind - also auch Dozierende und Lehrkräfte, die aktuell nicht im JeKits-Programm unterrichten, aber für eine JeKits-Schule oder einen JeKits-Bildungspartner arbeiten.

Auch externe Lehrkräfte können an der Fortbildung teilnehmen, wenn nach Anmeldeschluss noch Plätze frei sind. Die Teilnahme an der Fortbildung ist auch für externe Lehrkräfte kostenlos, Übernachtungs- und Verpflegungskosten müssen jedoch selbst getragen werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der JeKits-Homepage.

Kontakt Anmeldung
Eigelsteintorburg Anmeldung bis Freitag, 27. Januar 2023 Kostenlos für JeKits-Lehrkräfte Musikpädagog*innen, Instrumentalpädagog*innen, Musikstudent*innen, Tanzpädagog*innen, Lehrer*innen, Gesangspädagog*innen

Inhalte

  • „Machtkritische Vorstellungsrunde“ (Positionierung, Pronomen)

  • Impuls zu Diskriminierungsformen (Intersektionalität, Rassismus etc.)

  • Praktische Übungen für diskriminierungssensible Haltung

  • Arbeit in Kleingruppen zu möglichen Stigmatisierungen in der Grund-schule

  • Entwicklung von Handlungsstrategien und Reflexion

Catalina Valencia

Catalina Valencia ist Sängerin, Gesangspädagogin sowie Diversitätsbeauftragte an der Offenen Jazz Haus Schule. Die gebürtige Kolumbianerin studierte Pädagogik und Musik in ihrer Heimatstadt Cali. Es folgten Anstellungen als Musikpädagogin bei einem Kindergarten, einer Grundschule, einer inklusiven Schule für Kinder mit Hör- und Sehbehinderung sowie einer Schule für Hochbegabte. Sie positioniert sich als queer, Flinta* und schwarze Person. Politische und soziale Arbeit im Kontext von Antirassismus, Antidiskriminierung und Antikolonialismus bilden die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit. Sie arbeitet als Event-Managerin für renommierte Musik- und Architekturfestivals in Kolumbien und Deutschland. Nebenberuflich studiert sie derzeit Kunstgeschichte und Musikvermittlung an der Universität zu Köln.

Anna Krieger

Anna Krieger ist gelernte Sozialarbeiterin und Bewegungspädagogin. Sie positioniert sich als queer, Flinta* und person of color. Als kunstschaffende Person war die Verstrickung von künstlerischen Prozessen und dem eigenen Erleben mit Körper und Geist ein empowernder Weg, eigene Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen zu verarbeiten. Anna Krieger konzipierte aus ihrem eigenen Empowerment und bestehenden Empowermentmethoden Workshops, die vor Allem an BlPoC gerichtet sind. Als Teamleiterin für Inklusionsbetreuung an einer Gesamtschule ist der Spagat zwischen gegebenen Strukturen und der Umsetzung von diskriminierungssensibler Arbeit eine stetige Aufgabe.