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Improvisation mit Kindergruppen

Sa. 31.10.2020, 10:00 – 17:00 Uhr (inkl. Mittagspause)

Eine musikpraktische Veranstaltung zum Austausch und zur Entwicklung von Ideen und Methoden für die musikalische Zusammenarbeit mit Grundschulkindern

In der praktischen Zusammenarbeit mit Grundschulkindern spielt Improvisation eine wesentliche Rolle. Das bezieht sich nicht nur auf das spontane, intuitive und schöpferische Zusammenspiel der Kinder sondern auch – und vor allem! – auf die Gruppenleitung durch die erwachsene Lehrperson. Um den Kindern einen ihnen angemessenen Freiraum für eigene musikalische Gestaltungen anzubieten, ist es wichtig, alle methodischen Vorgaben und pädagogischen Planungen immer wieder flexibel an den besonderen Verlauf einer Session anzupassen, ohne das Ziel – die Musik! – aus den Augen zu verlieren. Dabei stehen offene und konzeptionelle Improvisation, kollektive Komposition und das Erarbeiten geeigneter Arrangements gleichermaßen als musikalische Werkzeuge zur Verfügung. In dieser Veranstaltung möchte ich einerseits einen Fundus an Ideen, Spielen und Klangexperimenten vorstellen, die ich in meiner Arbeit mit Kindergruppen entwickelt habe. Andererseits sollen die Voraussetzungen, die für ein musikalisch-schöpferisches Zusammenspiel großer Gruppen von Kindern notwendig sind, analysiert und diskutiert werden. Aus dieser Diskussion folgt das Formulieren musikalischer und pädagogischer Ziele, aus denen sich die Entwicklung eigener Ideen und Methoden ergibt, welche der besonderen Situation der speziellen Gruppe und den Stärken der jeweiligen Gruppenleiter gerecht werden. Zentrale Fragen sind in diesem Zusammenhang:

  • Was ist Musik? Welche musikalischen Qualitätskriterien können wir unabhängig von »konventionellen« Kategorien und stilistischen Zuordnungen formulieren? Wie entsteht künstlerische Bedeutung in der Musik?
  • Welche Ziele stehen hinter unserer Arbeit mit Kindergruppen (persönliche Ziele, Ziele der Schule/Musikschule, musikalische Ziele, pädagogische Ziele)? Welchen Erwartungen sind wir in dieser Arbeit ausgesetzt (seitens der Kinder, der Eltern, der Institutionen)?
  • Welche besonderen Stärken bringen wir als Musikerpersönlichkeiten in die Zusammenarbeit mit den Kindern ein? Welche Methoden sind dazu geeignet, diese Stärken optimal in die Arbeit einfließen zu lassen?
  • Welche besonderen Stärken bringen die Kinder mit, was können sie, was wir nicht können? Wie können wir diese besonderen Stärken in der Zusammenarbeit nutzen? Welche Musik kann hier – und nur hier – entstehen? An methodischen Ansätzen werden angeboten:
    • (experimentelle) Exploration von Instrumenten
    • Klangkompositionen• Arbeit mit Spielregeln
    • individuelle Improvisation und Gruppenimprovisation
    • Arrangement
    • Einsatz graphischer Notation
    • Dirigate mittels Zeichensprache
Kontaktanfrage & Anmeldung
Eigelsteintorburg 6-12 70€ (ermäßigt 55€) Musiker*innen, Musikpädagog*innen, Instrumentalpädagog*innen, Musikstudent*innen

Inhalte

  • offene und onzeptionelle Improvisation

  • kollektive Komposition

  • Erarbeiten geeigneter Arrangements

  • Vorstellung eines Fundus an Ideen, Spielen und Klangexperimenten

  • Analyse und Diskussion der Voraussetzungen für musikalisch-schöpferisches Zusammenspiel großer Kindergruppen

  • Vorstellung verschiedener methodischer Ansätze

Achim Tang

Kontrabassist und Musikpädagoge. Studium in Basel und Berlin (Klassik) sowie an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz (Jazz). Neben zahlreichen internationalen künstlerischen Projekten profilierte pädagogische Arbeit, u.a. an diversen Hauptschulen (Sparda Preis 2007) und als künstlerisch-pädagogischer Leiter der Modellprojekte »Netzwerk Improvisierte Musik Moers« (Kulturstiftung des Bundes) und »Grundschule mit Musikprofil Improvisierte und Neue Musik« (Köln) sowie des inklusiven Stadtteilorchesters »Sounds of Buchheim« (Köln).