Workshops für Erwachsene

Unsere Workshops richten sich sowohl an professionelle Musiker und Musikpädagogen als auch an ambitionierte Amateure, die sich in speziellen Bereichen der musikalischen Praxis weiterbilden wollen.

Unsere Dozenten sind in ihrem jeweiligen Bereich professionell tätig und verfügen über eine reichhaltige und langjährige Berufserfahrung. Die Workshops finden in der Eigelsteintorburg statt. Ermäßigte Gebühren werden Studenten und Teilnehmern der Offenen Jazz Haus Schule gewährt.

Ein Zugang zur Musiktheorie über Stimme und Ohr


Töne, Intervalle, Melodien, Akkorde, Rhythmus
Ab 6 Teilnehmer

Zahlreiche Sänger und ebenfalls Instrumentalisten machen Musik völlig unmittelbar, d.h. ganz ohne theoretische Kenntnisse und ohne Noten. Das ist völlig in Ordnung so! Viele möchten jedoch ihr intuitives Singen bzw. Spielen und das Hören von Musik mit Hintergrundwissen unterfüttern. Sie wissen aber nicht, wo sie ansetzen sollen oder sie trauen sich nicht heran ans Töne lesen und aufschreiben.

Ziel ist es, zum Ende des ersten Workshopmoduls diese Hürde genommen zu haben und damit eine Voraussetzung zu schaffen, um weitere Schritte gehen zu können. Weiter geht es mit Intervallen: Wie erkenne ich den Abstand zweier Tön zueinander? Wie kann ich sie singen, benennen und aufschreiben?

Die Akkorde folgen: Was ist Dur, was Moll und wie erkenne ich die Tongeschlechter? Klingt ein Dreiklang heller oder dunkler als der andere? Kommt ein weiterer Ton dazu, so werden es Vierklänge.

Mit Hilfe der Intervalle ist es einfach, Akkorde zu erkennen und das Gehörte auf Papier zu bringen. Oder auch umgekehrt: einen notierten Akkord in gesungene Töne umzusetzen.

Die Anwendung folgt auf den Fuß: Wir denken uns eine kurze einfache Melodie aus und finden passende Akkorde dazu. Dabei helfen uns die verschiedenen Tonleitern. Sie geben uns Anhaltspunkte, welche Akkorde zu welchen Tönen passen.

Rhythmen begegnen uns täglich überall. Das Rattern der Straßenbahn, Schritte, Herzklopfen, Sprache, Klingeltöne…Aber wie notiert man Rhythmen? Was sind Notenwerte, was bedeutet Metrum und was ist ein Takt? Wie kann ich selber einen Rhythmus erkennen oder erfinden und dann aufschreiben?

Den Anfang machen einfache Stücke wie Volkslieder oder kurze Popsongs, deren Rhythmus wir aufschreiben. Danach denken wir uns selber Rhythmen aus, singen, klatschen und notieren sie.

Anhand von Hörbeispielen erfahrt Ihr, wie man Taktarten erkennt und woran man z.B. den Unterschied zwischen einem 3/4 Takt oder einem 6/8 Takt erkennt. Auch die Frage, was typisch für bestimmte Musikstile wie z.B. Rock oder Jazz ist, klärt sich beim Singen und Anhören der Stücke.

Der ganze Körper kommt zum Einsatz, wir verteilen verschiedene Rhythmen auf die Füße und Hände, und singen dazu. Am Ende des Workshops habt Ihr das Handwerkszeug, um das Gespielte und Gehörte zu Papier zu bringen.

Zu allen Themen singen wir Beispiele, so dass auch das Gehör trainiert wird. Wir beginnen mit Übungen, mit einfachen Beispielen, kleine Melodiestücke »vom Blatt« zu singen, also die aufgeschriebenen Töne ohne Hilfe eines anderen Instrumentes singen zu können. Genauso funktioniert es auch mit Intervallen, Dreiklängen und Vierklängen.

Die vier Einheiten/Kurse bauen aufeinander auf.

 

Leitung Elke Reiff
Termin

Sa 3.2. / 21.4. / 8.9. / 17.11

11:00 - 17:00

Gebühr 80 € [erm. 65 €] pro Termin

 

Dieser Kurs vermittelt, wie sich aus dem harmonischen Verlauf eines Standards das Tonmaterial für die Improvisation ableiten lässt. Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen der Jazzharmonielehre wird diese Technik dann mit den Teilnehmern anhand konkreter Beispiele geübt. 

Dieser Kurs versteht sich vorbereitend zu »Jazzharmonielehre in der Praxis«, kann aber auch einzeln besucht werden.

Leitung Hendrik Soll
Zeit

Sa/So  17./18.11.2018

11:00 – 16:00

Gebühr 90 € [erm. 80 €]

Das Tonmaterial für die Improvisation aus dem harmonischen Verlauf eines Standards abzuleiten – wie es im Workshop Jazzharmonielehre »Basics« vermittelt wird – ist ein erster Schritt zur Improvisation. Sich mit dem gewonnenen Tonmaterial am Instrument vertraut zu machen und es in der Improvisation spontan, gekonnt, angstfrei und stilistisch passend anwenden zu können, heißt, zahlreiche weitere Schritte auf einem spannenden und vielgestaltigen Weg zu gehen.

In diesem Kurs haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, diesen Weg am Beispiel einfacher Standards am eigenen Instrument zu beschreiten. Wer sich in der Jazzharmonielehre nicht ausreichend sattelfest fühlt oder seinen Kenntnisstand noch einmal auffrischen möchte, dem sei der Kurs Jazzharmonielehre »Basics« als Vorbereitung empfohlen.

Leitung Hendrik Soll
Termin Sa/So 1./2.12.2018
11:00 – 16:00
Gebühr 90 € [erm. 80 €]

 

  • ab 7 Teilnehmer

Über das Üben und Spielen
ab 7 Teilnehmer
Dieser Workshop dreht sich hauptsächlich um das 'Wie', also beispielsweise die Frage 'Wie übe ich effektiv?' oder auch 'Wie improvisiert man?'.
Wir werden versuchen ganz allgemein den Spaß am Üben und Spielen zu entdecken, und ganz konkret und praktisch (!) zusammen spielen und üben. Wir werden verschiedene Übungskonzepte kennen lernen, Erfahrungen im Umgang mit Dingen wie Lampenfieber austauschen und über Begriffe wie "Achtsamkeit" und "Gelassenheit" im Zusammenhang mit Spielen und Üben diskutieren. Natürlich werden wir auch musikalsiches Material behandeln - also Tonleitern, Akkorde oder Rhythmen -, der Schwerpunkt wird auf der Beantwortung der Frage 'Wie mache ich damit Musik?' liegen.
Wir werden also gemeinsam üben, spielen und philosophieren!
Ansprechen möchte ich mit diesem Workshop jeden, der (oder natürlich die...) neue Denkanstöße für sein (ihr) Üben braucht oder auch das Gefühl hat, trotz der Übung nicht besser zu werden. Der musikalische Schwerpunkt liegt beim Jazz, beziehungsweise der Improvisation, die besprochenen Ideen lassen sich aber auch auf andere Bereiche übertragen.

Der Gitarrist Frank Schultz hat als konzertierender Musiker mit diversen Musikerkollegen, wie Marc Withfield oder Don Braden, die Bühne geteilt. Außerdem ist er als Komponist, Workshop-Dozent und Autor von Fachartikeln für die Zeitschrift 'Gitarre & Bass' tätig.

Leitung Frank Schultz
Termin

Sa/So 21./22.4.2018

10:00 – 17:00 inkl. Mittagspause

Gebühr 80 € [erm. 70 €] 

 

Will man sich als junger Musiker eine be-rufliche Existenz aufbauen, ist es mit dem »Musikmachen« allein in der Regel nicht getan. Dieser Workshop widmet sich dem Thema der sozialen Absicherung von Künstlern bzw. Musikern. Es geht z.B. um folgende Fragen: Wie werde ich Mitglied der Künstlersozialkasse? Welche privaten Vorsorgemaßnahmen und Versicherungen sind dringend zu empfehlen, welche sinnvoll und welche sind Luxus oder sogar überflüssig?

Der Referent, Jens Schoenenberg, ist ausgebildeter Musicalsänger. Neben seiner Bühnenkarriere absolvierte er ein Kulturmanagementstudium und gründete außerdem vor einigen Jahren eine Künstleragentur.

 

Leitung Jens Schoenenberg
Termin

Di 27.2.2018

18:00 - 21:00

Gebühr 20 € [erm. 5 € für Dozenten der Jazzhausschule] 

 

Freies Auftreten vor und mit anderen – mit Methode und Haltung

  • ab 7 Teilnehmer

Auf der Bühne stehen, mit anderen Musik machen, sich mit seinem Instrument, mit seiner Stimme persönlich und kreativ ausdrücken: Was Amateure wie Profis an der Musik einerseits magnetisch anzieht, eignet sich andererseits dazu, souveränen und gereiften Persönlichkei-ten den Schweiß auf die Stirn zu treiben. Öffentlich aufzutreten, sich vor anderen Personen zu exponieren, scheint für uns seit Ur-Zeiten mit dem unterschwelligen Risiko verbunden zu sein, von den anderen verstoßen zu werden.

Der Workshop gibt zu Beginn einen intuitiv verständlichen Einblick in die kulturel-len und psychologischen Hintergründe der »Fußangeln« von Auftritt und freiem Spiel.

Im Kern geht es dann weniger um Ursachenbehebung als um konstruktive und schnell erlernbare Methoden für eine befreite Haltung beim Musizieren vor und mit anderen. Von der »Eroberung« eines fremden Auftrittsortes über Anti-Lampenfieber-Techniken bis hin zum Erzeugen der optimalen Performance-Energie »auf Knopfdruck« liegt der Fokus dabei darauf, dass die Methoden Anlassspezifisch und zugleich vielfältig sind. Dies soll jedem Teilnehmer ermöglichen, mit seinem persönlichen »Tool-Mix« aus dem Workshop zu gehen.

Zum Abschluss gibt Jochen Scheel einen Einblick in Methoden zur Klärung von Mustern, die erfahrungsgemäß eher in Persönlichkeit und Biografie des Einzelnen verankert sind – selbstverständlich bei voller Berücksichtigung der individuellen Diskretionswünsche. Für individuelle Rückfragen und Kommentare wird im Einzelgespräch mit dem Dozenten in den größeren Pausen und nach Workshop-Ende Gelegenheit sein.

Leitung Jochen Scheel
Termin

Sa 5.5.2018 - 11:00 - 16:00
So 19.5.2018 -  11:00 - 16:00

Gebühr 80 € [erm. 70 €] 

 

Zum »täglich Brot« vieler unserer Dozenten gehört der regelmäßige und professionelle Umgang mit Musiksoftware unterschiedlichster Art. Ob auf PC oder Mac, im Homestudio oder in professioneller Studioumgebung, wir bieten Ihnen den passenden Dozenten zu Ihren Fragen. Da der Wissensstand und die Fragen gerade in diesem Bereich sehr unterschiedlich sind, werden Dauer und Inhalt auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt – von der Einführung in gängige Music-Software wie »Cubase«, »Logic«, »Wave-Lab«, »Ableton« über computergestütztes Komponieren, Arrangieren und Produzieren von Musik bis hin zur Beratung bezüglich Homerecording-Equipment oder den Aufbau eines Musikstudios. Dieser Kurs wird als Einzelunterricht oder in kleinen Gruppen angeboten.

Termin nach Absprache

Unsere erfahrenen Dozenten bieten ein professionelles und speziell auf die jeweilige Band zugeschnittenes Coaching an. Dabei geben sie Anregungen und Hilfestellungen zu Themen wie: Performance, Arrangement, Komposition, Harmonielehre, Recording, Marketing, Booking, elektronische Medien, Equipment u.a. Nach intensiver Vorbesprechung werden wir ein individuelles Coaching für die Bedürfnisse der Band entwickeln. Nach einer Analyse der Bandsituation werden mögliche Schwachstellen aufgezeigt, Ziele formuliert und Handlungsvorschläge erarbeitet. Inhaltlich decken unsere Dozenten nahezu alle denkbaren Musikstile ab: Von Klezmer bis Heavy Metal, von Top 40 bis Jazztrio, von Worldmusic bis Blasmusik oder vom Gitarren/Gesangs- Duo bis zur Big Band.

Leitung, Termin, Ort nach Vereinbarung
Kosten: in Absprache

  • 4 – 8 Teilnehmer

Insbesondere für Sängerinnen und Sänger ohne muttersprachlichen Hintergrund sind die meist englischen Texte internationaler Hits, Jazzstandards oder Evergreens eine große Herausforderung.

Teilnehmer des Workshops können in diesem Coaching ihre englische Aussprache verbessern und mit vielen hilfreichen Tipps zu Phrasierung und Betonung einer authentischen Performance eines englischen Songs ein deutliches Stück näher kommen. In dem Kurs geht es weiterführend um die Zusammenhänge zwischen Emotionen und Stimmklang, aber auch wie die jeweilige Sprache zwangsläufig die Rhythmik und Melodik bis hin zu gesangstechnischen Aspekten beeinflusst. Der Workshop bedient sich verschiedener didaktischer Bausteine, wie Nachahmung, Nachsprechen/singen, Sprachmelodie-Transkription, sowie je nach Bedarf individuellem songbezogenen Coaching – gespickt mit viel kulturellem Hintergrundwissen zur amerikanischen Popularmusikgeschichte.

Ian Alexander Griffiths ist Jazzgitarrist und derzeit als Englisch Dozent an der Musikhochschule Köln tätig.

Leitung Ian Alexander Griffiths
Termin

Sa/So  28./29.4.2018
10:00 – 13:00

Gebühr 70 € [erm. 60 €]